Am 12. und 13.09 dirigiert Alexander Joel das erste Sinfoniekonzert der Saison. Das Staatsorchester Braunschweig begleitet unter seiner Leitung Liana Aleksanyan,
die Lieder von Richard Strauss singt. Außerdem steht Anton Bruckners sechste
Sinfonie auf dem Programm.
ab 15.00 im Großen und Kleinen Haus, Eintritt frei!
Das Staatstheater Braunschweig öffnet seine Türen und lädt ein zum großen Braunschweiger Theaterfest!
![]() | Neustart - Vier Premieren in vier Tagen: * 23.09. Uraufführung Auftragswerk »Aller Tage schwarzer Kater« von Anne Nather |

| Alles wegen der Lady |
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| Geschrieben von: Braunschweiger Zeitung |
| Donnerstag, 04. März 2010 um 15:26 Uhr |
Alles wegen der LadyDavid Roßteutscher tanzt in Braunschweig Macbeth Von Andreas Berger
![]() Mit einem Tanzstück über den Machthunger verabschiedet sich Tanzdirektorin Eva-Maria Lerchenberg-Thöny vom Braunschweiger Staatstheater. Als Basis hat sie sich Shakespeares Macbeth gewählt, der sich durch Morde auf den Thron bringt, doch dann vom eigenen Gewissen eingeholt wird. David Roßteutscher, der den Macbeth in der Uraufführung tanzen wird, schaut eher etwas verträumt aus. Und er betont auch im Gespräch die sensible Seite der Figur. "Ich glaube, Macbeth ist zunächst ein ganz rechtschaffener Kämpfer. Seine Schwäche ist die Lady, für sie begeht er den Mord." Er sieht Macbeth eher hineinschliddern in die Verbrechen. "Sonst wäre er vielleicht nur so mitgeschwommen, aber die Lady weckt seinen Urtrieb nach Macht und in der Folge Machterhalt", sagt er. Dass Macbeth für den angestrebten besseren Job auch Morde begehen müsse, habe er zunächst womöglich gar nicht geplant. Doch dann müsse er dranbleiben. "Macbeth kann jeder sein", betont Roßteutscher, und tatsächlich will die Choreographie von Lerchenberg-Thöny die Handlung aus dem 11. Jahrhundert in die politische Gegenwart verlegen. Fällt dem Tänzer die Verwandlung in den Machtmenschen leicht? Ein wenig davon fühle er schon auch in sich. "Ich finde es spannend, in einem Stück diesen langen emotionalen Weg vom sensiblen Mann zum bösen Tyrannen zu gehen." Seine eigene Karriere hat der Tänzer bislang aber ganz geschmeidig gemacht: Erst mit 14 begann er zu tanzen, weil er es zwar schon längst gewollt hätte, aber der Vater nicht. Doch es gab Probleme in der Schule. Die Lehrer rieten, er solle etwas machen, was er selber mag. Von der Ballettschule ging es in die Mannheimer Hochschule und ins Ballettstudio von Birgit Keil, das der Karlsruher Compagnie angegliedert ist. Dort debütierte er als Sancho Panza im klassischen "Don Quijote". Über München und Innsbruck ging es nach Braunschweig. "Und jedesmal kam ich gerade in das letzte Jahr der jeweiligen Compagnie", sagt Roßteutscher. Noch weiß er nicht, wo er nach dem Sommer tanzen wird. Aber er strahlt Zuversicht aus. Eine Hauptrolle ist jedenfalls ein guter Abgang. Uraufführung am 6. März im Großen Haus. Karten: (0531) 1 23 45 67. Donnerstag, 04.03.2010 |