Am 12. und 13.09 dirigiert Alexander Joel das erste Sinfoniekonzert der Saison. Das Staatsorchester Braunschweig begleitet unter seiner Leitung Liana Aleksanyan,
die Lieder von Richard Strauss singt. Außerdem steht Anton Bruckners sechste
Sinfonie auf dem Programm.
ab 15.00 im Großen und Kleinen Haus, Eintritt frei!
Das Staatstheater Braunschweig öffnet seine Türen und lädt ein zum großen Braunschweiger Theaterfest!
![]() | Neustart - Vier Premieren in vier Tagen: * 23.09. Uraufführung Auftragswerk »Aller Tage schwarzer Kater« von Anne Nather |

| "Die Welt wird immer haifischiger" |
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| Geschrieben von: Braunschweiger Zeitung |
| Donnerstag, 04. Februar 2010 um 09:18 Uhr |
"Die Welt wird immer haifischiger"Dirk Lange kehrt als Mackie Messer ans Staatstheater Braunschweig zurück Von Martin Jasper
![]() Hiermit bewerben wir uns um den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde in der Kategorie: Das kürzeste Interview der Welt. Frage an Dirk Lange: Ist Mackie Messer eine Traumrolle? Dirk Lange: "Ja. Absolut. Ohne alle Nebensätze." Hier, wie gesagt, könnte das Gespräch zu Ende sein. Denn was soll’s: Man kennt Mackie Messer, den Ganoven aus Bertolt Brechts unverwüstlicher "Dreigroschenoper". Und man kennt in Braunschweig und Umgebung auch Dirk Lange, den in Wolfenbüttel geborenen Schauspieler. Einst war er am Staatstheater engagiert. Wir haben ihn als starken Spieler extrovertierter Rollen in Erinnerung. Später feierte er in Kult-Veranstaltungen wie "Ölper Zwölf Pöints" oder "Unser Eintracht" als filouhaft-charmbolziger Conférencier Erfolge. Also denkt man: Okay, die passen schon zusammen, der Mackie und der Lange. Die werden’s schon krachen lassen. Premiere ist am Sonntag um 19.30 Uhr im Großen Haus. Aber natürlich geht das Interview noch weiter, natürlich verlieren Lange und sein Regisseur Robin Telfer noch allerlei aufschlussreiche Haupt- und Nebensätze. Und klar wird: Bei aller Entertainer-Qualität von Lange soll diese Dreigroschenoper keine bunte Revue werden, sondern eine ernste Auseinandersetzung mit dem, "was zwischen den Liedern gesagt wird", wie der britische Regisseur betont. "Die Welt ist haifischiger geworden seit 1928. Kälter, egoistischer. Das wollen wir herausarbeiten." Lange will nicht bloß den ausgebufften Kraftkerl bieten, den man aus zig Inszenierungen kennt. "Ich zeige einen Menschen in seinen schmutzigen Lastern, Trieben, Sehnsüchten, auch in seinem Scheitern, seiner Verletzlichkeit." Verletzlichkeit??? Müssen wir uns Mackie Messer als Melancholiker vorstellen? Lange verzieht den Dreitagebart zu einem bühnenreifen Grinsen: "Ich gebe schon den großen Zampano. Aber da ist auch immer der Graben präsent, in den er fällt." Nach seinem Braunschweiger Engagement ging Lange für fünf Jahre ans Kölner Schauspielhaus, dann hatte er ein Gast-Engagement bei Armin Petras am Berliner Gorki-Theater. Seither ist er frei. "Zuerst hatte ich Zukunftsangst. Aber inzwischen bin ich gelassen geworden. Es läuft gut. Ich muss nicht Klinken putzen. Ich werde angerufen." Und klopft dreimal auf den Holztisch. Donnerstag, 04.02.2010 |