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Alexander JoelAm 12. und 13.09 dirigiert Alexander Joel das erste Sinfoniekonzert der Saison.

Das Staatsorchester Braunschweig begleitet unter seiner Leitung Liana Aleksanyan,
die Lieder von Richard Strauss singt. Außerdem steht Anton Bruckners sechste
Sinfonie auf dem Programm.

Theaterfest am Sonntag, 19.09.

ab 15.00 im Großen und Kleinen Haus, Eintritt frei!
Das Staatstheater Braunschweig öffnet seine Türen und lädt ein zum großen Braunschweiger Theaterfest!


Neustart - Vier Premieren in vier Tagen:

* 23.09. Uraufführung Auftragswerk »Aller Tage schwarzer Kater« von Anne Nather
* 24.09. »Ein Volksfeind« von Henrik Ibsen
* 25.09. »Miss Sara Sampson« von Gotthold Ephraim Lessing
* 26.09. Uraufführung »Was ich vergessen habe« von Edward van de Vendel

Am 08.10. eröffnen wir mit »Inga und Lutz« von Nis Momme Stockmann unsere neue Spielstätte

Nis Momme Stockmann, der Autor des Stückes »Inga und Lutz«, wurde von einer Jury der renommierten Theaterzeitschrift Theaterheute zum Nachwuchsautor des Jahres gewählt. »Inga und Lutz« wird am 08.10. unter der Regie von Alexis Bug in der Hausbar, unserer neuen Spielstätte unter dem Dach des Großen Hauses, uraufgeführt.

Morenike Fadayomi

Morenike Fadayomi singt die Partie der Katerina Ismailowa

Am 09.10. eröffnen wir mit der Oper »Lady Macbeth von Mzensk« von Dmitrij D. Schostakowitsch die Spielzeit im Musiktheater. Die Partie der Katerina Ismailowa singt Morenike Fadayomi. Sie ist Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein und war am Staatstheater Braunschweig zuletzt im Juni 2010 als Leonore in der Beethoven-Oper »Fidelio« zu sehen.

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Presse / Kritiken
Fröhliche Frau entdeckt den Weltschmerz Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Braunschweiger Zeitung   
Freitag, 27. August 2010 um 16:11 Uhr

Fröhliche Frau entdeckt den Weltschmerz

Zum Auftakt der Domkonzerte Königslutter singt Julia Rutigliano das Alt-Solo in Mahlers 3. Sinfonie

Von Andreas Berger


Es gibt sicher fröhlichere Texte als das Zitat aus Friedrich Nietzsches "Zarathustra": "Die Welt ist tief, und tiefer als der Tag gedacht! O Mensch! Tief! Tief ist ihr Weh

Da sitzt man nun der grundlebendigen, wohlgemuten Sängerin Julia Rutigliano gegenüber, die mit ihrem fränkisch gerollten R vom Skifahren erzählt, von Ausflugsfahrten mit dem Cabriolet und ihrer Vorbereitung auf die rassige Partie der Carmen bei der Wiederaufnahme im Braunschweiger Staatstheater.

Und soll sich doch konzentrieren auf jene dunklen Verse, die sie zum Saisonauftakt der Domkonzerte Königslutter am 5. September mit dem Staatsorchester singen wird. Schuld ist Gustav Mahler, der die Zerrissenheit der Welt in jenes Wechselspiel aus dunklen Philosophenversen und fröhlichen Volksliedern aus der Sammlung "Des Knaben Wunderhorn" bannte.

 
Nebenrolle für die Eintracht beim "Freischütz" Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Braunschweiger Zeitung   
Montag, 16. August 2010 um 11:20 Uhr

Nebenrolle für die Eintracht beim "Freischütz"

Premierenfeier nach Freiluftoper – Spielstände der Pokalpartie machten die Runde

Von Ralph-Herbert Meyer

Generalintendant Joachim Klement nach seiner ersten Freiluft-Inszenierung in Braunschweig. Foto: Peter Sierigk

Die Erleichterung war dem neuen Generalintendanten des Staatstheaters, Joachim Klement, bei seiner Ansprache auf der Premierenfeier im Innenhof der Handwerkskammer vor einer illustren Schar Geladener anzumerken. Es blieb trocken.

Das gilt vordergründig. Aber mit dem "Freischütz" auf dem Burgplatz hat Joachim Klement am Sonnabend seine Feuertaufe in Braunschweig bestanden. Die Oper von Carl Maria von Weber war das erste Stück unter seiner Führung. Die Gäste bewerteten die Aufführung wohlwollend positiv. Das wiegt schwerer.

Klement sprach von einer "großartigen Vorstellung". Er erzählte, wie er vor gut zwei Jahren erstmals mit dem Opernereignis des Jahres in Berührung gekommen war. Nach einem Gespräch bei Oberbürgermeister Gert Hoffmann sei er in den Dom gegangen. Die Türen des Gotteshauses hätten offen gestanden und hereingeweht seien Proben-Klänge des "Fliegenden Holländers". Die Wagner-Oper wurde zu einem großen Erfolg.

 
Frühlingsweben, Liebeswerben, Himmelserotik PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Braunschweiger Zeitung   
Montag, 16. August 2010 um 09:36 Uhr

Frühlingsweben, Liebeswerben, Himmelserotik

Carl Orffs "Carmina Burana" mit dem Staatsorchester Braunschweig wetterbedingt in der Stadthalle

Von Andreas Berger

Carl Orffs mittelalterliche Gesänge der "Carmian Burana" sind Expressionismus, geschärfter Holzschnitt, nicht Alte Musik. Sebastian Beckedorf ließ da in seiner dynamisch spannungsstarken Interpretation mit dem Staatsorchester keinen Zweifel. Wuchtig klingt der Fortuna-Chor im Takt eines schwerfälligen Rades, dann wieder kommen messerscharf prägnant die Textsilben wie tausend kleine Rädchen der einen großen Maschine Welt. Begeisternd, wie der Braunschweiger Domchor, vorbereitet von Gerd-Peter Münden und Arno Brüers, das artikuliert, und die Kinder der Kurrende II helfen mit. Eindrucksvoll zudem, wie ausdauernd der Domchor auch die kraftvollen Passagen meistert und wie stilsicher er sich den Spielarten des Frühlings- und Liebeswebens hinzugeben vermag.

Da zaubert Beckedorf schön weich das Aufgehen des Frühlings (Veris leta), lässt drängend schnell den Tanz ausführen, dann beschwingt atmend das Grünen des Waldes (Floret Silva). Der Reigen gerät vielleicht etwas zu träge, doch so lotet er die Extreme aus. Und wenn die 30 Männerstimmen präzise ihre Trinkarie ins Rollen bringen (Bibit hera), baut sich das zu einem satten Rausch auf.

Ein Glücksfall sind auch die Solisten. Tenor Steffen Doberauer charakterisiert den gebratenen Schwan mit Kopfstimme und furchtvollen Wacklern vor den bleckenden Zähnen. Seine Platzierung beungünstigt freilich eine Stadthallenhälfte. Mit schön warmem Bariton empfiehlt sich Orhan Yildiz, der als saufender Abt auch dramatisch aufdrehen kann, aber vor allem durch seine Liebesrede mit geschmeidiger Kopfstimme auffällt (Dies, nox).

Beglückend das Wiedersehen mit Rebecca Nelsen, die wunderschön weich und innig (und kokett) das Liebesjoch trägt (In trutina) und sich mühelos, treffsicher und leuchtend schön in die Höhen des "Dulcissime" schwingt. Himmelserotik! Mit solchen Sängern und Chören könnte man die Orff-Oper mal wieder inszenieren. Heftiger Applaus.

 
Handgranaten in der Wolfsschlucht Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Braunschweiger Zeitung   
Sonntag, 15. August 2010 um 10:48 Uhr

Handgranaten in der Wolfsschlucht

Mitreißende "Freischütz"-Premiere in der Burgplatz-Arena des Staatstheaters Braunschweig

Von Andreas Berger


"Freischütz"-Premiere in der Burgplatz-Arena. Zur drückenden Musik von Webers Freischütz-Ouvertüre naht von der einen Seite Samiel, der schwarze Jäger mit breitem Gangster-Hut, von der anderen ganz in Weiß der Eremit, auch er mit Cowboystiefeln und Fransenjacke.

Handschlag, die Wette gilt. Vom Hochstand aus werden sie abwechselnd beäugen, wie sich die Menschen durchs Erdenleben schlagen.

 
Frei-Schützenfest Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Braunschweiger Zeitung   
Samstag, 14. August 2010 um 09:18 Uhr

Frei-Schützenfest

Carl Maria von Webers romantische Oper hat am 14.08.2010 auf dem Burgplatz Premiere – Mark Adler singt den Max

Von Andreas Berger


"Durch die Wälder, durch die Auen" – die Arie des Jägerburschen Max in Carl Maria von Webers "Freischütz" klingt wie ein Manifest der Romantik.Erst schmelzende Naturbeschreibung als Zeichen der Übereinstimmung von Mensch und Schöpfung, dann der dramatische Ausbruch: "Mich fasst Verzweiflung, foltert Spott". Der Druck von Gesetz und Tradition, der Probeschuss, um Erbförsterei und Geliebte zu erringen, entzweit den Menschen mit dem natürlichen Urvertrauen, das Selbstbewusstsein ist angeknackst.

 
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